Matthäus 12,31.32: Was ist die Sünde gegen den Heiligen Geist und warum kann sie nicht vergeben werden?

Die Sünde gegen den Heiligen Geist (hier: „Lästerung des Geistes“) besteht darin, dass man ein offensichtliches Wirken des Heiligen Geistes bewusst dem Teufel zuschreibt oder auf andere Weise wegerklärt. Diese Sünde wird nicht aus Versehen begangen, sondern ist Ausdruck eines rebellischen Herzens, das Gottes werbender Liebe widersteht. Sie kann nur von Ungläubigen Menschen begangen werden. Im Alten Testament ist diese Sünde, die Sünde „mit erhobender Hand“ (4Mose 15,30), im Hebräerbrief das „mutwillig“ Sündigen (Hebräer 10,26) und im 1Johannesbrief die „Sünde zum Tod“ (1Johannes 5,16).

Für diese Sünde gibt es m.E. deshalb keine Vergebung, weil sie dazu führt, dass der Heilige Geist das Werben einstellt. Bewusste Rebellion ist irreversibel, weil der Mensch aus eigenem Antrieb allein nicht Buße tun kann. Es bedarf zu jeder Bekehrung des Wirkens Gottes. Es ist der Heilige Geist, der Menschen von Sünde überführt (Johannes 16,8). Und wenn er damit aufhört, ist ein Mensch verloren. Am Beispiel des Pharao wird das m.E. gut sichtbar: Erst verhärtet er sein Herz gegen Gottes Reden und dann lässt Gott ihn ziehen, indem er ihm sogar noch Kraft gibt, den Plagen zu widerstehen.

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