Thema 87: Feindesliebe

Jünger, Jüngerschaft, Jüngerschaftskurs

„Wie Gott mir, so ich dir.“ (Feindes-)Liebe bedeutet, dem anderen unabhängig von seinem Verhalten mir gegenüber etwas Gutes zu tun.

FRAGEN

Es ist die Regel und nicht die Ausnahme, dass ein Christ – egal wie gut er es mit den Menschen meint – Feinde hat (Matthäus 10,22; Römer 12,18; 1Johannes 3,13). Jesus, der beste Mensch, der je gelebt hat, wurde zuletzt abgelehnt, verspottet, in einem Schauprozess zum Tode verurteilt und hingerichtet. Als seine Jünger brauchen wir nicht denken, dass man mit uns „freundlicher“ umgehen wird (Matthäus 10,25). Ein gutes Leben bewahrt nicht vor bösen Menschen!

Welche Menschen fallen dir zum Thema „Feinde und schwierige Personen“ ein? Wer setzt dir zu und macht dein Leben schwer?

Sehr oft bleibt uns im Umgang mit schwierigen Menschen nur das Gebet. Die Psalmisten sind Menschen, die uns in punkto Gebet ein Vorbild sind. Lies folgende Stellen aus den Psalmen und finde heraus, wofür die Psalmisten beten!

Psalm 31,16; 59,2:

Psalm 25,2; 61,2.4:

Psalm 5,9; 27,11:

Jesus möchte, dass wir, als seine Jünger, unsere Feinde lieben (Matthäus 5,43.44; Lukas 6,27,35). Lies Lukas 6,28-35 und finde wenigstens vier Antworten auf die Frage: Wie kann ich meine Feinde lieben?

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Denke jetzt an die Menschen, die dir bei der Frage nach den „Feinden und schwierigen Personen“ eingefallen sind, segne sie und schreibe sie auf deiner Gebetsliste zu den Menschen, für die du regelmäßig beten willst.

Nimm dir jetzt Zeit für sie zu beten, ihnen zu vergeben und finde heraus, ob es naheliegende Möglichkeiten gibt, ihnen Gutes zu tun.


ANTWORTEN

Der Psalmist betet um Erlösung von seinen Feinden, um Schutz und um Weisheit für ein gerechtes Leben im Angesicht bedrohlicher Ungerechtigkeit.

Ich liebe meine Feinde, wenn ich ihnen Gutes tue, sie segne (d.h. ihnen Gutes wünsche), für sie bete und Böses ertrage. Wo ich meinem Feind helfen kann, soll ich es tun. Dass er mich nicht mag, ist kein Grund ihm zu schaden, seine Bedürfnisse als Mensch zu missachten (Sprüche 25,21.22) oder mich über sein Unglück zu freuen (Sprüche 24,17).

Das beste Beispiel für Feindesliebe überhaupt ist der Herr Jesus. Er hat alles für uns gegeben als wir noch seine Feinde waren. Und ich vermute, dass er sich zeitweise nicht danach gefühlt hat, uns zu lieben. Freunde dich mit dem Gedanken an, dass du Feindesliebe in der Regel gegen deine Emotionen praktizieren musst .


DER NEUE BEGRIFF: Ewigkeit

Natürlich bedeutet Ewigkeit zuerst einmal so viel wie „Endlosigkeit“. Gerade im Neuen Testament hat es diese Bedeutung. Im Alten Testament wird der Begriff „ewig“ etwas anders verwendet (das hat mit dem der Übersetzung zugrunde liegenden hebräischen Wort zu tun). „Ewig“ im Alten Testament kann so viel wie „lange andauernd“ oder „von Gott begrenzt“ bedeuten. „Ewig“ ist, was sich dem menschlichen Zugriff entzieht. „Ewiges Leben“ ist deshalb auch nicht nur ein unendlich langes Leben, sondern vielmehr ein Qualitätsbegriff. Ewiges Leben ist göttliches Leben.


DIE PRAKTISCHE AUFGABE

Schreibe jetzt die beiden Lernbibelverse Epheser 5,18 und Josua 1,8 auf und lerne sie von heute an auswendig. Wiederhole die Verse, die du die letzten Wochen gelernt hast! Führe parallel eine Liste aller Bibelverse, die du schon auswendig gelernt hast oder noch auswendig lernen willst. Bitte Gott darum, dass er dich beim Bibellesen auf Bibelstellen aufmerksam macht, die du auswendig lernen solltest.


GEBETSVORSCHLAG

Bete dafür, dass du im Umgang mit schwierigen Personen jemand wirst, der segnet statt zu fluchen.