Thema 68: Gutes Reden: Ermutigung, Trost spenden

Wir finden es richtig gut, wie du diesen Kurs Lektion für Lektion durcharbeitest. Du bist bis hierher gekommen und es zählt am Ende nicht, ob du ihn stetig durchgearbeitet hast oder nach einem Durchhänger wieder angefangen hast. Wichtig ist, dass du jetzt (wieder) dabei bist. Lass dich nicht entmutigen! Du schaffst das!

FRAGEN

Jeder hat es schon erlebt, dass treffende Worte, die man zur richtigen Zeit hört, eine unglaublich ermutigende und tröstende Wirkung entfalten können (Sprüche 12,25; Sprüche 15,23; Sprüche 16,24; Sprüche 25,11).

Lies Epheser 4,29 und identifiziere vier Prinzipien, von denen unser Reden geprägt sein soll:

1.

2.

3.

4.

Reden ist nicht leicht! Mit den falschen Worten verletzen wir einander tief und anhaltend, aber mit den richtigen Worten können wir einander sehr viel Freude und Hoffnung vermitteln. Wenn wir reden soll es für den Hörer zum Segen sein. Deshalb müssen wir uns gut überlegen, was der Andere braucht, müssen die für seine Situation passenden Worte suchen und dann „im Namen des Herrn Jesus“ (Kolosser 3,17) reden, d.h. so reden, wie es der Herr Jesus in der jeweiligen Situation selbst getan hätte.

Wann hast du den Segen guten Redens das letzte Mal erfahren? Wie hast du dich dabei gefühlt?

Wen könntest du heute noch konkret mit Worten ermutigen, trösten, anspornen (Telefonanruf, Postkarte usw.), weil du weißt, wie es ihm geht und wie man ihm mit Worten eine Hilfe sein könnte?

„Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab“, heißt es in Sprüche 15,1. Als Christen sind wir dazu berufen, dem Wachstum des Bösen um uns herum durch unsere Lebensweise die Nährstoffe zu entziehen. Wir sollen genau die Menschen segnen, d.h. ihnen Gutes wünschen, die uns fluchen (1Petrus 3,9). Und wenn wir mitbekommen, dass hinter unserem Rücken schlecht über uns geredet wird, sollen wir uns nicht aufregen, sondern uns vielmehr daran erinnern, dass wir das auch schon gemacht haben (Prediger 7,20-22).

Der Umgang mit Worten ist die Königsdisziplin in der Heiligung und ein Indikator für den Grad unserer geistlichen Reife (Jakobus 3,2; Matthäus 12,34b.35).

Wie würdest du deinen Umgang mit Worten einschätzen? Bist du einer, der weiß, wie man lobt, ermutigt, tröstet und anspornt?

Was hält dich davon ab, mehr zu loben und mehr zu ermutigen und mehr anzuspornen?

Wie würden deine Freunde deine Art zu Reden charakterisieren? Frag sie doch mal!


ANTWORTEN

Vier Prinzipien: Unser Reden soll nicht schlecht sein (unnötige Kritik, entmutigend, schlecht machend), sondern gut (milde, ehrlich, einfühlsam), erbauend (ermutigend, tröstend, anspornend) und Gnade vermittelnd (d.h. dem Zuhörer gut tun und ihn fördern).

Worte sind zwar mächtige Werkzeuge, aber trotzdem sind sie manchmal kraftlos und vermögen keinen Trost zu spenden. In bestimmten Situationen ist Schweigen angebrachter als Reden (z.B. Hiob 2,13). Wenn du Schwierigkeiten mit Worten hast, dann sei dir darüber im Klaren, dass eine Veränderung auf diesem Gebiet durchaus 10-15 Jahre in Anspruch nehmen kann. Und trotzdem lohnt sich das Beten, Ringen und Warten, denn ein echter Ermutiger ist für seine Umgebung ein riesen Segen.


DER NEUE BEGRIFF: Sabbat

Der Sabbat ist der siebente Tag der Woche bei den Juden. Er beginnt um 18.00 Uhr am Abend des Vortages (also Freitag) und geht bis 18.00 Uhr am Samstag. Am Sabbat durfte im Alten Bund nicht gearbeitet werden. Für Christen gilt der Sabbat nicht als Gesetz, sondern als ein Gebot der Weisheit. Ein Ruhetag in der Woche ist für die eigene Gesundheit, für das Familienleben und die Beziehung zu Gott ein riesen Gewinn.


DIE PRAKTISCHE AUFGABE

Schreibe noch einmal drei E-Mails, in denen du lobst und ermutigst. Schreibe sie bewusst an Menschen, von denen du denkst, dass sie nicht wussten, wie sehr du sie schätzt.


GEBETSVORSCHLAG

Bete dafür, dass du ein Christ wirst, der mit Worten ermutigen, loben und trösten kann.