Thema 67: Schlechtes Reden: Lästern, Verleumden

Schlechtes Reden ist leider allgegenwärtig. Es ist ein gutes Indiz für die Sündhaftigkeit der Menschheit.

FRAGEN

Für viele Menschen ist es fast undenkbar, dass sie nicht schlecht über ihre Mitmenschen reden dürfen. Sie handeln oft nach dem Motto: „Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten.“ Dabei lehrt uns Gottes Wort, dass nur solche Menschen in Gottes Nähe bestehen können, die nicht schlecht über andere Menschen reden (Psalm 15,3). Wenn wir über Menschen reden, dann sollen wir Gutes sagen; wenn wir das nicht können, dann ist es besser, den Mund zu halten.

Lies Sprüche 11,13 und Sprüche 20,19! Wo fängt Verleumdung an?

Lies die folgenden Verse durch und schreibe neben den Bibelvers die Verhaltensweisen, die im Leben eines Christen keinen Platz haben:

Epheser 4,29:

Epheser 4,31:

Epheser 5,4:

Titus 3,2:

Jakobus 4,11:

Jakobus 5,9:

Judas 9.10:

Welche Gefahren gehen von schlechtem Reden aus? Lies dazu Sprüche 12,18 und Sprüche 25,9.10!

Sprüche 12,18:

Sprüche 25,9.10:

Bist du ein Mensch, der gut über andere Menschen redet oder hast du Freude am Tratschen, Vorurteile schüren und Menschen schlecht machen?

Wann hast du das letzte Mal einen Menschen mit Worten verletzt? Hast du dafür um Vergebung gebeten?


ANTWORTEN

Verleumdung beginnt, wo ich Geheimnisse ausplaudere, die mir anvertraut worden sind.

Schlechtes Reden, entwürdigende Scherze, Sticheleien und Lästereien sind für Christen tabu. Und diese Regel gilt im Blick auf alle Menschen, seien es Politiker oder Polizisten, Lehrer oder Blondinen, Ausländer oder Prediger. Es ist besser, den Mund zu halten und nichts zu sagen, als Schlechtes zu reden. Nicht ohne Grund soll ein Lästerer aus der Gemeinde ausgeschlossen werden (1Korinther 5,11).

Schlechtes Reden verletzt Menschen und wer als Tratschtante erst einmal bekannt ist, wird seinen üblen Ruf so schnell nicht mehr los.

Oft ist es schwer die genaue Grenze zwischen schlechtem Reden und berechtigter Kritik zu definieren. Eine Faustregel: Bei schlechtem Reden redet man über Menschen, während man bei konstruktiver Kritik mit Menschen redet.


DER NEUE BEGRIFF: Ohrenbläser

In der Bibel gibt es den Begriff „Ohrenbläser“. Unter „Ohrenbläser“ versteht man eine Klatschbase oder Tratschtante (Es ist interessant, dass beide Begriffe Frauen bezeichnen!). Die Bibel warnt vor Ohrenbläsern, weil man ihnen gern zuhört (Sprüche 18,8), weil ihr Gerede Freunde entzweit (Sprüche 16,28) und weil von ihnen Streit ausgeht (Sprüche 26,20).


DIE PRAKTISCHE AUFGABE

Schreibe drei E-Mails, in denen du Menschen lobst und ermutigst. Schreibe sie bewusst an Menschen, von denen du denkst, dass sie nicht wussten, wie sehr du sie schätzt.


GEBETSVORSCHLAG

Bete dafür, dass du ein Mensch wirst, der auf schlechtes Gerede verzichten kann und der nicht mehr zuhört, wenn man in seiner Gegenwart tratscht.