Thema 36: Genussmittel, Alkohol, Drogen

Jünger, Jüngerschaft, Jüngerschaftskurs

Über dieses Thema hört man selten eine Predigt und bekommt noch seltener eine wirklich begründete Meinung. Wir haben in dieser Lektion versucht darzustellen, was die Bibel unserer Meinung nach über Genussmittel und Drogen sagt. In unserem Kurs unterscheiden wir zwischen illegalen Drogen und legalen Genussmitteln mit Suchtpotential.

FRAGEN

Was sagt die Bibel in Römer 13,5 zum Genuss von illegalen Drogen? Römer 13,5:

Liste ein paar Genussmittel auf, die zur Sucht führen können:

Wenn die Bibel weder das Trinken von Alkohol, noch das Rauchen von Zigarren , noch das Spielen von Computerspielen, noch das Essen von Süßigkeiten, das Kaffeetrinken, noch das Bergwandern, noch das Kaufen von Schuhen – und was alles sonst noch das Potential zur Sucht in sich trägt – pauschal verbietet (wir würden das jedenfalls so sehen), an welchen allgemeinen Prinzipien soll ein Christ dann sein Handeln ausrichten? Arbeite folgende Bibelstellen durch und formuliere für dich Prinzipien, die eine Grundlage für dein zukünftiges Handeln (nicht nur im Umgang mit Genussmitteln) darstellen können.

1Korinther 6,12:

1Korinther 10,23:

Matthäus 6,33:

Markus 12,29-31:

1Korinther 10,31:

Römer 14,19:

Römer 12,3-8:

1Korinther 6,12:

Der Umgang mit Genussmitteln wird in der Bibel exemplarisch am Beispiel des Alkohols vorgestellt. Dabei kommt man zu dem Fazit: Alkohol (und andere Genussmittel) sind Christen nicht verboten. Sie haben ihren Wert, weil sie einen Beitrag zur Lebensfreude leisten. Aber wie in vielen Dingen macht auch hier die Menge den Unterschied. Gott warnt uns vor den Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums. Vielleicht kann man es so formulieren: Gott möchte, dass wir unser Leben genießen (Er selbst ist der größte Genuss!), aber ein zu viel des Guten schlägt leicht ins Gegenteil und in Abhängigkeit um (vgl. Sprüche 25,16.27).

Studiere folgende Stellen und formuliere die positive und negative Seite des Alkohols:

Sprüche 20,1; Hosea 4,11; Sprüche 21,17; Sprüche 23,19-21; Sprüche 31,4.5; 3Mose 10,8.9; Epheser 5,18; Sprüche 23,29-35; 1Mose 27,28; 1Mose 49,11.12; Sprüche 3,10; Sprüche 9,5; 5Mose 14,26; Richter 9,13; Psalm 104,15; Prediger 10,19 und Sprüche 31,6.7.


ANTWORTEN

Nach Römer 13,5 soll sich der Christ an die Gesetze seines Landes halten (jedenfalls soweit diese einhaltbar sind). Der Genuss von in Deutschland verbotenen illegalen Drogen ist einem Christen verboten.

„Genussmittel“: Völlerei, Kaufrausch, Sucht nach Ablenkung, übertriebene Sportbegeisterung, Nikotin- oder Koffeinsucht, Ökoprodukte, Computerspiele, Internet-Chatten, Schuhe, Alkohol usw.

Wichtige Beurteilungsgrundsätze für geistliche Entscheidungen:

(1) Ist das, was ich tue, für mich und andere nützlich? (1Korinther 6,12) (2) Hilft das, was ich tue, mir oder anderen weiter (1Korinther 10,23)? (3) Bringt mein Verhalten das Reich Gottes voran (Matthäus 6,33a)? (4) Ist, was ich vorhabe, ein Ausdruck von Liebe zu Gott oder zu meinem Nächsten (Markus 12,29-31)? (5) Ehre ich mit meinem Tun Gott (1Korinther 10,31)? (6) Fördert mein Verhalten den Frieden (Römer 14,19)? (7) Ist, was ich tun will, eine Sünde (Matthäus 6,33a „… Gerechtigkeit“)? (8) Hilft mir das, was ich tun will, dabei, richtig von mir zu denken und gemäß meiner Gaben zu dienen (Römer 12,3-8)? (9) Werde ich von der Sache, die ich tun will, beherrscht (1Korinther 6,12)?

Die negative Seite des Alkohols:

Zu viel Alkohol löst die Zunge, fördert die Unmoral und macht dumm (Sprüche 20,1; Hosea 4,11).

Säufer (und Schlemmer) verarmen (Sprüche 21,17; Sprüche 23,19-21).

Alkohol trübt das Beurteilungsvermögen und ein Leiter (z. B. Richter, König, Priester usw.) darf in Ausübung seiner Pflicht nicht betrunken sein (Sprüche 31,4.5; 3Mose 10,8.9). Auch Älteste und Diakone dürfen kein Alkoholproblem haben (1Timotheus 3,3.8; Titus 1,7).

Im Rausch liegt Ausschweifung und Gott verbietet Trinkgelage, Komasaufen und Trunksucht (Epheser 5,18). Der Betrunkene ist nicht mehr Herr seiner Sinne, begeht alle möglichen Sünden und erleidet viel Unangenehmes (Sprüche 23,29-35).

Die positive Seite des Alkohols:

Wein ist ein Symbol für Segen, Wohlstand und ein gutes Leben (1Mose 27,28; 1Mose 49,11.12; Sprüche 3,10; 9,5; Jesaja 25,6).

Gott fordert ausdrücklich zum Alkoholgenuss als Ausdruck von Festfreude auf (5Mose 14,26). Wein erfreut das Herz des Menschen (Richter 9,13; Psalm 104,15; Prediger 10,19) und hilft über schwere Stunden (Sprüche 31,6.7).

Bei Genussmitteln musst du darauf achten, ob du anderen Menschen ein schlechtes Vorbild bist oder diese in Versuchung führst. Nimm auf trockene Alkoholiker Rücksicht. Wenn du hin und wieder eine Zigarre oder Zigarette rauchst, solltest du darauf achten, dass du keine anderen Leute zum Passivrauchen zwingst, die das gar nicht wollen. Nimm besonders auf Schwangere und Kinder Rücksicht, da diese durch den Rauch stark geschädigt werden können.


DER NEUE BEGRIFF: Ermahnung, Ermunterung, Trost

Wo im Neuen Testament das Wort „ermahnen“, „Ermahnung“ vorkommt, steht sehr oft ein griechisches Wort, das auch „Ermunterung“ oder „Trost“ meinen kann. Mit „ermahnen“ ist dann ein Reden gemeint, das Menschen in ihrer spezifischen Situation hilft, weiter zu kommen. Nicht immer braucht ein Mensch den „Tritt in den Allerwertesten“, viel öfter hilft ihm ein aufmunterndes Wort oder ein tröstender Zuspruch viel weiter.


DIE PRAKTISCHE AUFGABE

Heute beginnst du mit dem Auswendiglernen von Bibelversen. Praktische Tipps dazu findest du hier: http://frogwords.de/bibelverse. Lies dir jetzt bitte die Seite durch. Die praktische Aufgabe für heute besteht darin, dir Karteikarten A7 zu kaufen (oder anderweitig zu besorgen).


GEBETSVORSCHLAG

Bete dafür, dass du ein gesundes Maß im Umgang mit Genussmitteln gewinnst und bestehende Süchte überwinden kannst.