Thema 97: Richtige Einstellung zur Arbeit

Jünger, Jüngerschaft, Jüngerschaftskurs

Arbeit macht einen Großteil unseres Lebens aus und soll unser Leben bereichern.

FRAGEN

Die Bibel beschreibt Arbeit nicht als Last, vor der man möglichst schnell in den Feierabend oder die Freizeit flieht, sondern als einen wesentlichen Bestandteil des Lebens. Arbeit gehört zur Schöpfungsordnung Gottes und ein Mensch ohne Arbeit verkümmert. Der Mensch ist dazu geschaffen, zu „bebauen“ und zu „bewahren“ (1Mose 2,15). „Bebauen“ steht für Fortschritt, Kreativität, Entwicklung. Der Mensch als Ebenbild Gottes ist schöpferisch begabt. „Bewahren“ steht für die Grenzen des Fortschritts. Die Welt ist uns von Gott anvertraut worden und wir dürfen sie nutzen, aber nicht zerstören oder selbstsüchtig ausbeuten.

Wie ist deine Einstellung zur Arbeit? Kannst du dich über Arbeit freuen?

Soweit möglich ist jeder für seinen Lebensunterhalt selbst verantwortlich (1Thessalonicher 4,11.12; 2Thessalonicher 3,12). Faulheit oder Schmarotzertum sind keine biblischen Tugenden (2Thessalonicher 3,10.11). Es verhält sich gerade anders herum: Wer früher faul war oder ein Dieb, der soll jetzt – nach seiner Bekehrung – extra fleißig arbeiten, um denen, die unverschuldet zu wenig haben und hilfsbedürftig sind, etwas abgeben zu können (Epheser 4,28).

Wovon war dein Arbeitsleben vor der Bekehrung geprägt? Von Faulheit oder warst du ein Workaholic, einer, dessen Gott die Arbeit war? Was hat sich in deinem Arbeitsverhalten durch die Bekehrung geändert?

Gott gebietet dem Menschen im Alten Testament, dass er sechs Tage arbeiten und einen Tag ausruhen soll (2Mose 23,12). Damit macht er deutlich, dass er der Herr unserer Arbeitszeit sein will. Er will, dass wir arbeiten, aber er will auch, dass wir Pausen einlegen (vgl. Markus 6,31). Gott ist kein Sklaventreiber, der uns mit der Knute zu immer neuen Höchstleistungen antreibt, bis wir zusammenbrechen!

Lies Kolosser 3,23-25! Welche Grundsätze zum Thema „Arbeit“ leitest du aus den drei Versen ab?

Natürlich ist auch ein Arbeitgeber vor Gott verpflichtet, seine Angestellten fair zu entlohnen (Kolosser 4,1), aber auch ein schwieriger Chef verdient unseren vollen Einsatz und Gehorsam (1Petrus 2,18).

Hast du ein Problem damit, dich deinem Chef (oder einem Lehrer, Polizisten usw.) unterzuordnen? Wenn ja, warum und in welchen Situationen?


ANTWORTEN

Alle Arbeit soll von Herzen für Gott geschehen (Kolosser 3,23; s.a. 1Korinther 10,31). Gott selbst ist mein eigentlicher Arbeitgeber und er wird mich letztendlich für meine Arbeit belohnen (Kolosser 3,24). Eine falsche Arbeitshaltung (Faulheit, Schludrigkeit, nur arbeiten, wenn der Chef zuschaut usw.) ist Unrecht (Kolosser 3,25).

Arbeit macht nicht immer Spaß. Das ist normal und Teil des menschlichen Lebens in einer gefallenen Schöpfung (1Mose 3,17-19). Aber Arbeit kann auch Spaß machen. Es ist einfach ein befriedigendes Gefühl, wenn man etwas geschafft hat und am Ende eines arbeitsreichen Tages erschöpft ins Bett fällt. Danke Gott für solche Tage!


DER NEUE BEGRIFF: Hölle

Die „Hölle“ ist der Ort der endgültigen Strafe für den Teufel, seine Engel und die Menschen, die ihm gefolgt sind. Der Teufel wohnt also nicht in der Hölle und steigt von dort auf die Erde herauf, sondern er wird einmal in die Hölle geworfen, wenn seine Zeit auf der Erde abgelaufen ist.


DIE PRAKTISCHE AUFGABE

Wiederhole heute dein Zeugnis. Nimm dir dafür den Zettel mit den wichtigsten Begriffen aus deinem Zeugnistext. Gib dein Zeugnis laut einem unsichtbaren Gegenüber und erkläre ihm, wie du zum Glauben gekommen bist.


GEBETSVORSCHLAG

Bete dafür, dass du eine gottgefällige Einstellung zur Arbeit und zu Vorgesetzten entwickelst, als Gegengewicht zu den falschen Prägungen (z.B. Faulheit oder Arbeitswut) deiner Vergangenheit.