Thema 53: Gottesfurcht

Jünger, Jüngerschaft, Jüngerschaftskurs

Gottesfurcht ein wichtiger Aspekt im christlichen Leben, obwohl es leider nur selten eine Predigt zu diesem Thema gibt.

FRAGEN

Warum haben sich die Hebammen aus 2Mose 1,15-22 dem Gebot des Pharao widersetzt?

Was sagt die Bibel darüber aus, wen wir fürchten sollen? Lies dazu Lukas 12,4.5, Hebräer 10,30.31 und Psalm 147,11!

Echte Gottesfurcht entspringt dem tiefen Verständnis von der Heiligkeit, Macht und Majestät Gottes (Psalm 2,11; Psalm 86,10.11). Nimm dir jetzt ein paar Minuten Zeit, um über Gott nachzudenken. Mache eine Liste mit den Eigenschaften Gottes, die dich zum Staunen bringen.

Welchen Aspekt der „Gottesfurcht“ betont Psalm 34,20?

Finde in den folgenden Bibelstellen positive Aussagen zur Gottesfurcht:

Sprüche 9,10:

Sprüche 10,27:

Sprüche 14,26:

Sprüche 14,27:

Sprüche 22,4:

Sprüche 19,23:

Mit Gottesfurcht ist nicht die Angst vor Strafe gemeint (1Johannes 4,17.18), sondern die ehrfürchtige Unterwerfung unter den Gott, der uns liebt, den wir lieben und der uns zum Staunen bringt. Wer Gott fürchtet, hasst und lässt das Böse (Sprüche 8,13), hält seine Gebote (Prediger 12,13) und dient dem Herrn (Josua 24,14) mit ganzem Herzen.

Lies in Römer 6,17; 5Mose 28,13.14 und 2Mose 19,5 nach, wie wir Gott gehorchen sollen:

Römer 6,17:

5Mose 28,13.14:

2Mose 19,5:


ANTWORTEN

Die Hebammen taten nicht, was der Pharao von ihnen wollte, weil sie Gott mehr fürchteten als den Pharao. Die Bibel lehrt, dass Gott ein Gott ist, den es zu fürchten gilt (Lukas 12,4.5; Hebräer 10,30.31). Gott hat Gefallen an denen, die ihn fürchten (Psalm 147,11).

Weil Gottesfurcht damit zusammenhängt, dass wir Gottes Charakter richtig verstehen, kann man sie lernen (Psalm 34,12), indem man viel Zeit mit der Bibel und im Nachdenken über Gott verbringt.

Gottesfurcht ist ein riesiger Schatz: Sie ist der Anfang der Weisheit (Sprüche 9,10), verlängert das Leben (Sprüche 10,27), gibt der ganzen Familie Zuversicht und Sicherheit (Sprüche 14,26), ist eine Quelle des Lebens (Sprüche 14,27), bringt Reichtum, Ehre und Leben (Sprüche 22,4) und bewahrt vor dem Bösen (Sprüche 19,23).

Wie sollen wir Gott gehorchen? Mit ganzem Herzen (Römer 6,17); treu und unbeirrbar (5Mose 28,13.14); bereitwillig, aus eigenem Antrieb (2Mose 19,5).

Manche Menschen haben in ihrem Glaubensleben keinen Platz für die Gottesfurcht, weil sie Gott nur einseitig als Liebe verstehen und seine Macht und Heiligkeit ausklammern. Dieser „Kuschelgott“ ist aber nicht der Gott der Bibel. Natürlich ist die Vorstellung, dass alle Menschen in den Himmel kommen und Gott beim Jüngsten Gericht ein Auge zudrückt, auf den ersten Blick sehr sympathisch (man nennt diese Lehre „Allversöhnung“). Aber diese Lehre widerspricht dem biblischen Zeugnis in krasser Weise (z.B. Markus 14,21; Offenbarung 20,11-15).


DER NEUE BEGRIFF: Verklärung

Unter „Verklärung“ versteht die Bibel ein Geschehen, das Matthäus, Lukas und Markus berichten. Jesus steigt mit Johannes, Jakobus und Petrus auf einen Berg, um zu beten. Dabei ändert sich sein Aussehen; Gesicht und Gewand fangen an, gleißend hell zu strahlen. Was die Jünger bei dieser „Verklärung“ sehen dürfen ist Jesu himmlische Herrlichkeit.


DIE PRAKTISCHE AUFGABE

Drucke die einfache Landkarte von Israel einmal aus und trage zuerst aus dem Kopf die Lage von Judäa, Galiläa und Samaria ein. Ergänze dann unter Zuhilfenahme einer Landkarte „Palästina zur Zeit des Neuen Testaments“ die Ortschaften: Jerusalem, Bethlehem, Hebron, Jericho und Joppe.


GEBETSVORSCHLAG

Bete dafür, dass du es lernen darfst, Gott mehr zu fürchten als irgendeine Macht auf der Erde.