Thema 31: Sorgen, Fürsorge

Jünger, Jüngerschaft, Jüngerschaftskurs

Wir alle haben Sorgen, denn das Leben läuft nun mal nicht so, wie wir es gerne hätten. Und deswegen plagen wir uns täglich mit großen und kleinen Sorgen.

FRAGEN

Die Bibel kennt zwei Arten von Sorge: Die gerechtfertigte Fürsorge (Lukas 10,34; 2Korinther 11,28; 1Timotheus 5,8; 2Petrus 1,12) und das ängstliche Zersorgen (Markus 13,11; Lukas 12,25.26). Das Sorgen um andere Menschen (Fürsorge) ist richtig (Jedenfalls so lange es nicht in ein Helfersyndrom o.ä. umschlägt. Es gibt ein Zuviel an Fürsorge!), das Sorgen um Dinge, die ich nicht ändern kann (Zersorgen), ist falsch.

Die wichtigste Lektion zum Thema „Sorgen“ findet sich in Philipper 4,6.7. Lies den Text durch und beschreibe den richtigen Umgang mit Sorgen!

Lies Psalm 56! Was fällt dir beim Lesen auf und was kannst du von David lernen?

Wie beurteilt Gott das übermäßige Sorgen um Dinge, die wir nicht beeinflussen können? Lies dazu Matthäus 6,27.34; Lukas 12,11.12)!

Gibt es Sorgen, die du noch nicht an Gott abgegeben hast und die dein Leben vergiften? Wenn ja, welche sind das?

Gibt es Sorgen, die du vielleicht schon einmal bei Gott abgegeben hast, die aber wieder hochgekommen sind? Wenn ja, was hindert dich daran, sie wieder abzugeben?

Welchen negativen Einfluss haben Sorgen auf dein geistliches Leben? Lies dazu Matthäus 13,22 und Lukas 21,34!


ANTWORTEN

Quälende Sorgen sind „Chefsache“ und deshalb müssen wir es lernen, sie bei Gott abzugeben und in seinem übernatürlichen Frieden zu leben (Philipper 4,6.7).

David ist sehr emotional, er bringt Ängste und Vertrauen ungeschminkt zum Ausdruck, er lobt Gott trotz der Schwierigkeiten und er erinnert sich an vergangene Erfahrungen mit Gott. Wir können von David lernen, wie man Sorgen abgibt, indem man negative Gefühle zulässt, Ängste benennt, inmitten von Sorgen, Hoffnung formuliert und Gott dankend anbetet. Ich bin davon überzeugt, dass Leben dann „leicht“ wird, wenn wir es lernen, Sorgen immer und immer und immer wieder bei Gott abzugeben.

Übermäßige Sorge ist nutzlos und unsinnig.

Sorgen ersticken das Wort Gottes. Sie sorgen dafür, dass Gottes lebendiges Wort, das in Form von Bibellese, guten Büchern, Predigten usw. in mein Leben kommt, keine Frucht bringen kann. Lebenssorgen können ein geistliches Leben ebenso zerstören wie Alkoholismus oder ein exzessiver Lebensstil. Sorgen binden meine Aufmerksamkeit und rauben mir einen wachen Blick auf die Gegenwart.

Wenn du dich im Gespräch mit jemandem befindest, der dir von seinen Sorgen erzählt, dann nimm ihn ernst und spiele das Problem nicht herunter. Es mag sein, dass es für dich keine große Sache ist, wenn Sophies Hamster Durchfall hat. Aber für Sophie scheint das Problem groß genug zu sein, um sich Sorgen zu machen. Betet gemeinsam für die Situation!


DER NEUE BEGRIFF: Frömmigkeit, Gottseligkeit

Mit „Frömmigkeit“ (Lutherbibel) oder „Gottseligkeit“ (Elberfelder Bibel) bezeichnet die Bibel die Dinge in unserem Leben, die wir tun, weil wir gläubige Christen sind. Dazu gehören Bibellesen, Beten, Besuch von Gottesdiensten, gute Werke, der bewusste Kampf gegen Sünde usw. Wir werden aufgefordert, diese Dinge zu trainieren, weil sie für unser ganzes Leben wichtig sind.


DIE PRAKTISCHE AUFGABE

Schreibe die Reihenfolge der Bücher des Neuen Testaments vom Matthäusevangelium bis zum Jakobusbrief auf:


GEBETSVORSCHLAG

Bete dafür, dass du Philipper 4,6 beherzigst, indem du deine Sorgen abgibst, und das so lange tust, bis sich Philipper 4,7, der übernatürliche Friede Gottes, in deinem Leben einstellt.