Lukas 20,20-21,4

Fette Beute (NT-Kurs)

Woche 25- Tag 1

Fragen

Leicht: Was lieben die Schriftgelehrten? Gib dieser Haltung einen Namen! Antwort

Mittel: Lukas 20,28: Warum gibt es im Gesetz Mose die Regel, dass ein Bruder seinem kinderlos gestorbenen Bruder „Nachkommen erwecke“? Was ist das Ziel hinter diesem Gebot? [Tipp: Suche das Zitat im AT! Dort gibt es die Lösung!] Antwort

Schwer: Was ist in der Bibel mit dem Begriff „die Rechte“ (Lukas 20,42b) gemeint? Antwort


Text: Lukas 20,20-21,4

Kapitel 20
20 Doch ließen sie ihn nicht mehr aus den Augen und schickten Spitzel zu ihm, die sich den Anschein geben sollten, als meinten sie es ehrlich. Sie hofften, ihn mit seinen eigenen Worten zu fangen, damit sie ihn der Gerichtsbarkeit des römischen Statthalters ausliefern könnten. 21 „Rabbi“, sagten sie, „wir wissen, dass du aufrichtig bist und nicht nach der Meinung der Leute fragst. Du zeigst uns wirklich, wie man nach Gottes Willen leben soll. 22 Ist es nun richtig, dem Kaiser Steuern zu zahlen, oder nicht?“ 23 Jesus durchschaute ihre Heuchelei und sagte: 24 „Zeigt mir einen Denar1)! Wessen Bild und Name ist darauf?“ – „Des Kaisers“, erwiderten sie. 25 „Nun“, sagte Jesus, „dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört.“ 26 Sie konnten ihn zu keiner verfänglichen Aussage vor dem Volk verleiten. Im Gegenteil, sie waren von seiner Antwort so überrascht, dass sie nichts mehr zu sagen wussten. 27 Dann kamen einige Sadduzäer2) zu Jesus. Diese religiöse Gruppe behauptete, es gäbe keine Auferstehung nach dem Tod. Sie fragten: 28 „Rabbi, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein verheirateter Mann kinderlos stirbt, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.3) 29 Nun waren da sieben Brüder. Der älteste von ihnen heiratete und starb kinderlos. 30 Daraufhin nahm der zweite Bruder die Witwe zur Frau. Doch auch er starb bald und hinterließ keine Kinder. 31 Nach ihm der dritte und so alle sieben. Sie heirateten die Frau, hinterließen keine Kinder und starben. 32 Zuletzt starb auch die Frau. 33 Wessen Frau wird sie nun nach der Auferstehung sein? Denn alle sieben waren ja mit ihr verheiratet.“ 34 Jesus sagte zu ihnen: „Heiraten ist eine Sache für die gegenwärtige Welt. 35 Aber die Menschen, die für würdig gehalten werden, in der kommenden Welt leben zu dürfen und von den Toten aufzuerstehen, werden nicht mehr heiraten. 36 Sie können dann auch nicht mehr sterben, sondern sind den Engeln gleich. Als Menschen der Auferstehung sind sie dann Söhne Gottes. 37 Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose deutlich werden lassen, als er vor dem brennenden Dornbusch den Herrn als den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs bezeichnet.4) 38 Er ist also nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.“ 39 Da sagten einige von den Gesetzeslehrern: „Rabbi, das war eine gute Antwort!“ 40 Denn sie wagten es nicht mehr, ihn über irgendetwas zu befragen. 41 Nun wandte sich Jesus an alle und fragte: „Wieso wird eigentlich behauptet, der Messias sei der Sohn Davids? 42 David selbst sagt doch im Buch der Psalmen: 'Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich an meine rechte Seite, 43 bis ich deine Feinde zu einer Fußbank für dich gemacht habe.'5) 44 Wenn David ihn also Herr nennt, wie kann er dann gleichzeitig sein Sohn sein?“ 45 Vor dem ganzen versammelten Volk warnte Jesus seine Jünger: 46 „Hütet euch vor den Gesetzeslehrern! Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändern und erwarten, dass man sie auf den Märkten ehrerbietig grüßt. In der Synagoge sitzen sie in der ersten Reihe, und bei Gastmählern beanspruchen sie die Ehrenplätze. 47 Gleichzeitig aber verschlingen sie den Besitz schutzloser Witwen und sprechen scheinheilig lange Gebete. Darum erwartet sie ein sehr hartes Urteil.“

Kapitel 21 1 Jesus blickte auf und sah, wie reiche Leute Geld in den Opferkasten warfen. 2 Er sah auch, wie eine arme Witwe zwei kleine Kupfermünzen, zwei Lepta6), hineinsteckte. 3 Da sagte er: „Ich versichere euch, diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle anderen. 4 Denn die anderen haben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben. Sie aber hat alles hergegeben, was sie selbst dringend zum Lebensunterhalt gebraucht hätte.“

Mit freundlicher Erlaubnis © 2019 Karl-Heinz Vanheiden (Textstand: April 2020)


Prinzip

Gott freut sich über reichliches Geben!

Anwendung

ICH WILL HEUTE darüber nachdenken, wie ich mich reichlich in die Gemeindearbeit investieren kann.



1)
Denar. Römische Silbermünze, die dem Tagelohn eines gut bezahlten Arbeiters entsprach.
2)
Sadduzäer. Politisch einflussreiche, römerfreundliche religiöse Gruppe, deren Mitglieder aus den vornehmen Familien stammten.
3)
5. Mose 25,5
4)
2. Mose 3,6
5)
Psalm 110,1
6)
zwei Lepta. Das entspricht etwa dem 64. Teil eines Tagelohns.