Thema 10: Angst, Furcht

Lernbibelvers

Psalm 27,1

Biblische Kernaussagen

  • Ängste sind etwas Normales. Sie gehören zum Leben und vor allem zum Leben mit Gott dazu, weil wir in einer Welt leben, die Angst macht (Johannes 16,33; 2Korinther 6,4; 12,10). –> s. a. Thema: „Menschenfurcht“.
  • Angst an sich ist noch keine Sünde. Aber Angst kann sich in Sünde verwandeln, wenn sie uns daran hindert, Gott zu gehorchen (1Samuel 15,24; Lukas 12,4.5) oder Gott zu vertrauen (Matthäus 8,26).
  • Als Christen müssen wir es lernen, unseren Ängsten zu begegnen. Gott möchte, dass wir beten (Lukas 22,44 und viele Psalmen), uns willentlich gegen das Fürchten entscheiden (Hebräer 13,6) und mutig sind (Josua 1,9).
  • Egal wie sehr unser Leben von Angst und Furcht geprägt ist, unsere Ängste sind nicht in der Lage, uns von Jesus und seiner Liebe zu trennen (Römer 8,35). Egal, wie ich mich fühle, eins steht fest: Jesus liebt mich – egal, ob ich es spüren kann oder nicht!
  • Die Bibel ist voller Ermutigungen für den, der sich fürchtet (z.B. 1Mose 15,1; 2Mose 20,20; 4Mose 14,9; 5Mose 1,17; 31,6; Josua 8,1; 1Samuel 12,20; 2Könige 1,15; 2Chronik 20,15.17; Jesaja 41,10…), weil wir einen allmächtigen Gott an unserer Seite haben, der unser Helfer sein will (Psalm 27,1).
  • In uns wohnt Gottes Geist und der Heilige Geist ist ein Geist der Kraft. Mit ihm in uns müssen wir uns nicht fürchten (2Timotheus 1,7).

Tipps für die Vermittlung und Erziehung

  • Überlege mit Deinem Kind, wovor es sich fürchtet. Es ist wichtig, über seine Ängste zu sprechen, dann sind sie oft nicht mehr so schlimm. Wir dürfen aber nicht über die Ängste unserer Kinder spotten, sondern wir haben die Aufgabe, unserem Kind dabei zu helfen, mit seinen Ängsten richtig umzugehen. Und dazu gehört es, ihnen das Beten beizubringen, mit dem man seine Ängste bei Gott abgibt. Erinnere Dein Kind, dass Gott gerade in Zeiten der Not bei ihm sein will (vgl. Jesaja 57,15; Psalm 34,10.20).
  • Schreibe alle die Bewahrungen Gottes auf, die Dein Kind in der Vergangenheit erfahren hat. Das Lesen dieses Schriftstückes kann in Zeiten der Angst hilfreich sein, weil es uns in Zeiten der Not einen nahen Gott vor Augen hält, den wir in kritischen Momenten nicht mehr sehen (oder an den wir nicht mehr glauben) können.
  • Lies mit Deinem Kind eine Geschichte aus der Bibel, wo Menschen ihren Ängsten nachgegeben haben. Was hatte das für Folgen? (Abraham: 1Mose 12,11-19; die Kundschafter: 4Mose 13,26-33; die Israeliten: 1Samuel 17,24; Petrus: Matthäus 26,69-74; Pilatus: Johannes 19,8.12-16). Lass Dein Kind erkennen, dass Ängste ein ganz falscher Ratgeber sind.
  • Suche zusammen mit Deinem Kind ermutigende Zusagen in der Bibel! Benutze dazu eine Konkordanz 1) und nutze das Suchen nach mutmachenden Bibelstellen dazu, Deinem Kind den Umgang mit einer Konkordanz beizubringen. Schreibt die besten Mutmach-Verse auf Bibelverskärtchen, und lernt sie auswendig!
  • Zur Vertiefung höre und besprich mit Deinem Kind „Freddy der Esel“ – Folge 20: „Wieder zu Hause”,
  • oder „Die 3 vom Ast kann nichts erschüttern“ (Folge 6), Geschichte 4: „Völkerball“ / „Die 3 vom Ast als Friedensstifter“ (Folge 12), Geschichte 2 und 3: „Otto Ottokar“ und „Unnötige Angst“. (Die Hörspiele können im ERF Shop als Kassette oder CD erworben werden: ERF Shop )

Fragen zur Selbstreflexion

  • Angst kann durch überängstliche oder zu anspruchsvolle Eltern gefördert werden. Bin ich „überängstlich“? Tipp: Frage Deinen Partner und Deine Freunde!
  • Wie reagiere ich, wenn ich mich fürchte? Ist mein Verhalten biblisch in Ordnung und ist es ein Ausdruck meines Vertrauens auf einen allmächtigen, mich liebenden Gott?


1) Eine Konkordanz ist ein Nachschlagewerk zur Bibel, in dem alle Wörter der Bibel alphabetisch mit den Stellen, wo sie vorkommen, aufgeführt sind. Alternativ zu einer Wort-Konkordanz ist auch eine Themen-Konkordanz für die Suche nach mutmachenden Stellen hilfreich. Eine christliche Buchhandlung in Deiner Nähe hilft Dir gern weiter.

Kennenlernphase

Frisch verliebt? Tipps für Pärchen

Sieben Abende für die Liebe

Leidenschaft und Bewunderung

Wertevermittlung in der Kindererziehung

Seminar für Frauen