Traupredigt

Ich werde ab und zu wegen Hochzeitspredigten angefragt und um mir dann ein unangenehmes Gespräch zu ersparen, habe ich diese Seite eingerichtet.

Wer mich als Hochzeitsprediger haben will, der muss verstehen, dass ich nur gläubige Christen traue. Eine Ehe spiegelt die Beziehung von Christus mit der Gemeinde wider (Epheser 5,32), die Auswahl des Ehepartners soll „im Herrn“ geschehen (1Korinther 7,39) und so wie Gott sich nicht an Gottlose bindet, so sollen Christen sich auch nicht an Ungläubige binden, mit denen sie nicht beten können und das Wichtigste im Leben nicht teilen (vgl. 2Korinther 6,14).

Wer mich als Hochzeitsprediger haben will, der muss sich meine Predigten zum Hohelied anhören. Und zwar hauptsächlich, deshalb, weil ich will, dass er Gottes Idee von Ehe versteht und bejaht.

Hohelied

Das ist deshalb wichtig, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass Sex vor der Ehe falsch ist. Ich werde hier keine lange theologische Begründung schreiben, denn wer mich kennt, weiß, dass ich mich nicht an einem einzelnen Vers festhalte, um eine überkommene Vorstellung von Tradition hoch zu halten. Wer vor der Ehe miteinander schläft 1), der sündigt, und Gott ist als heiliger Gott gegen diese Sünde. Der Apostel Paulus warnt seinen Mitarbeiter Timotheus davor: „habe nicht teil an fremden Sünden“ (1Timotheus 5,22). In diesem Sinn will ich durch eine Predigt (oder einen Segen, eine Ansage oder auch nur durch meine Teilnahme) nicht ein Verhalten (nach außen hin) gut heißen, das Gott zuwider ist. Wer vor der Ehe kein Problem mit dem Austausch von intimen Zärtlichkeiten hat, womöglich schon zusammen lebt und diese Einstellung gut heißt, der muss sein Verhalten mit Gott ausmachen, aber ich will damit nichts zu tun haben.

Klarstellung: Ich predige sehr gern (!) bei Christen, die gestrauchelt sind, sich haben zurecht bringen lassen und von ganzen Herz mit Gott leben wollen. Jeder der radikal gegen Sünden kämpft, hat mich auf seiner Seite - egal wie oft er fällt! Wir sind ein Team!

Nicht umsonst heißt es in der Bibel: „Denn dies ist Gottes Wille, eure Heiligung, dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet.“ (1Thessalonicher 4,3). Und dann geht es im Blick auf den vorehelichen Werbungsprozess weiter: „dass jeder von euch sich sein eigenes Gefäß (= seinen zukünftigen Ehepartner) in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu gewinnen wisse“. Wo das geschieht, bin ich gern mit ihm Boot. Wo das nicht geschieht, lasst mich bitte außen vor. Bärbel und ich waren schon befreundet, als wir zum Glauben kamen. Und als wir Christen wurden, haben wir uns Gottes Maßstab zu eigen gemacht und mit dem Austausch von Intimitäten bis zur Hochzeitsnacht gewartet. Wenn diese Haltung des Gehorsams deinen Umgang mit Gott prägt, bin ich gern dein Prediger, wenn nicht kann ich dich nur warnen: Sünde zahlt sich nie aus! Sei kein Narr, denn „der Herr […] ist gegen die, welche Böses tun!“ (1Petrus 3,12). Eine Ehe unter dem Schutz und im Segen Gottes beginnt mit Reinheit und Enthaltsamkeit. Wer das nicht glaubt, dem sei zum Schluss gesagt: „Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Galater 6,7). Sät nicht Unreinheit, Ungehorsam und Egoismus, sondern Heiligkeit, Glauben und Gottesfurcht, dann werdet ihr erleben, wie Gott selbst euch seinen Segen ernten lässt, und euch zu dem Glück leitet, das ihr euch wünscht (Sprüche 2,7.8).

Ich rate allen zukünftigen Ehepaaren, dass sie vor der Hochzeit einen Ehevorbereitungskurs machen.

1)
oder auf andere, falsche Weise intim wird

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